„Argelanderturm” haben wir den östlichen Turm am Südflügel der Alten Sternwarte in
Bonn getauft zu Ehren von Friedrich Wilhelm August Argelander (1799 – 1875), dem bedeutenden Astronomen und
Gründer der Sternwarte.

Südflügel der Alten Sternwarte in Bonn, vorn der Argelanderturm.
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In diesem Turm vermaß F. W. A. Argelander zwischen 1852 und 1859 in insgeamt 625 Beobachtungsnächten die
Positionen und Helligkeiten von 324.198 Sternen. Der dabei entstandene Sternkatalog, von Argelander selbst „Bonner
Sternverzeichnis” genannt, ging als „Bonner Durchmusterung” in die Geschichte der Astronomie ein.
Seit 1975 nutzt das Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik der Universität Bonn –
inzwischen als Institut für Kommunikationswissenschaften – das Gebäude der Alten Sternwarte. Ende der
1990er Jahre hat die Volkssternwarte Bonn mit dem Institut vereinbart, die Räume des Argelanderturms für
Ausstellungszwecke zu renovieren und für öffentliche Sternbeobachtungen wiederherzustellen.
Im Jahre 2002 haben Mitarbeiter der Volkssternwarte mit diesen Arbeiten begonnen und bis heute in knapp 500
freiwilligen Arbeitsstunden die Räumlichkeiten von innen, auch unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten,
hergerichtet. Der hölzerne Turmaufsatz ist nun wieder drehbar und kann seitlich geöffnet werden.
Am 26. August 2005 konnte mit geladenen Gästen und einen Tag später mit den Mitgliedern der
Volkssternwarte die feierliche Einweihung eines gestifteten historischen Teleskops im Beisein des Stifters begangen
werden.
Trotz dieser Erfolge bleiben noch große Aufgaben zu bewältigen. So müssen die Holzteile und Fenster des
Turmaufsatzes einer grundlegenden Sanierung unterzogen werden, um sie vor dem weiteren Verfall zu bewahren und sie
auf Dauer zu sichern. Ferner können die Dachklappen des drehbaren Turms derzeit noch nicht wieder geöffnet
werden, was für einen freien Blick auf den gesamten Himmel aber notwendig ist. Hierfür suchen wir jederzeit
Mithilfe, Sponsoren und Mäzene, die uns bei den Arbeiten an dieser wichtigen Stätte der Bonner
Wissenschaftsgeschichte unterstützen.