Abstract zum Vortrag „Kosmische Magnetfelder – unsichtbar, aber überall“ von Dr. Rainer Beck
Magnetfelder sind allgegenwärtig. Bereits in der Frühzeit des Universums gab es Magnetfelder, die bei der Entstehung von Milchstraßensystemen (Galaxien) vor rund 13 Milliarden Jahren eine Rolle spielten. Die Geburt von Sternen ist auf die Unterstützung von Magnetfeldern angewiesen. Auch das übrige Weltall wäre ohne Magnetfelder ziemlich langweilig, nur dank ihnen gibt es spannende Phänomene wie Sonnenflecken, Sonnenkorona, Pulsare oder Quasare. Mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg lassen sich diese Magnetfelder messen. Das starke Magnetfeld der Erde schützt uns vor der schädlichen Partikel-Strahlung der Sonne und beschert uns wunderschöne Polarlichter am Himmel.
Abstract zum Vortrag „Wie wir mit kosmischen Magnetfeldern den Urknall beobachten“ von Prof. Dr. Jennifer Schober
Auf großen räumlichen Skalen gleicht das heutige Universum einer Bienenwabe: Die Materie ist in Knoten konzentriert, die über Filamente miteinander verbunden sind. In allen dichten Regionen des Weltalls detektieren moderne Radioteleskope Magnetfelder. Sie werden in den größten gravitativ gebundenen Objekten, den Galaxienhaufen, beobachtet, aber auch in einzelnen Galaxien und in (astronomisch) kleinen Objekten wie Sternen und Planeten. Astrophysiker erklären die Existenz dieser Magnetfelder über die ständige Bewegungen von Materie. Neue Beobachtungen weisen allerdings auch auf Magnetfelder in den Hohlraumen der kosmologischen Wabenstruktur hin. Wenn sich diese Beobachtungen bestätigen, müssen jene Magnetfelder Relikte des Urknalls sein und können Geheimnisse aus den ersten Sekunden des Universums lüften.
Abstract zur „Live-Beobachtungen mit dem 100-Meter-Radioteleskop“ mit Dr. Alexander Kraus
Das Radioteleskop in Effelsberg ist mit einem Reflektordurchmesser von 100m nach wie vor das zweitgrößte freibewegliche Radiotelekop der Welt und das größte in Europa. Es wird für eine Vielzahl empfindlicher astronomischer Messungen eingesetzt – sowohl als Einzelteleskop als auch als wichtiger Bestandteil in verschiedenen Teleskopnetzwerken.
Im Rahmen dieses Vortrags wird ein Blick hinter die Kulissen geworfen und Live-Messungen mit dem Teleskop demonstriert werden. Durch die Beobachtung eines Supernova-Überrests soll gezeigt werden, wie der Messbetrieb am 100-m Teleskop in der Praxis abläuft.
Abstract zur „Vom Acker zur Andromeda-Galaxie – Einstieg in die Deep-Sky-Astrofotografie“ mit André Küllenberg
Der Vortrag gibt einen praxisnahen Einstieg in die Deep-Sky-Astrofotografie und zeigt, wie mit überschaubarem Equipment beeindruckende Aufnahmen des Nachthimmels entstehen können. Anhand persönlicher Erfahrungen werden typische Fehlannahmen, grundlegende Prinzipien und sinnvolle Herangehensweisen erklärt. Ziel ist es, Einsteiger zu motivieren, selbst aktiv zu werden und eigene Astrofotos zu erstellen.
Abstract zum Vortrag „Weighing Young Stars with Radio Telescopes“ von Dr. Sergio A. Dzib
Young stars are often born in pairs or groups, but many of their companions remain hidden from view. In this talk, I will show how high-precision radio observations enable us to track stellar motions with extraordinary accuracy, allowing us to directly measure stellar masses and uncover unseen companions. These results provide critical tests of our understanding of how stars form and evolve.
Abstract zum Vortrag „Der Himmel über Bonn“ von Peter M. Oden
Peter M. Oden ist Diplom Physiker und Vorstand der Volkssternwarte Bonn. In diesem Vortrag betrachtet er den Himmel über Bonn vor 200 Jahren, 2.000 Jahren, vor 14.000 Jahren und vor 100.00 Jahren und stößt dabei auf erstaunliche Erkenntnisse. Außerdem geht es in diesem Vortrag um wichtige astronomische Ereignisse der letzten 100 Jahre und kommende Ereignisse.
Abstract zum Vortrag „How do we measure the Universe?“ von Kent Barbey
The Sun is 150 million kilometers away from Earth. The closest star about 4 light-years and the farthest galaxies more than 13 billion light-years away! But how do we know that? From the inspiring ingenuity of the ancient Greeks to the most powerful contemporary space telescopes, astronomers have developed a remarkable set of tools to build what we call the “cosmic distance ladder”, determining our place in the vastness of the Universe
Abstract zum Vortrag „Exoplaneten und Sternhaufen: Beobachtungsprojekte am optischen AIfA-Teleskop“ von Dr. Malte Tewes
Der Kurzvortrag stellt zwei einfache Beobachtungsprojekte vor, die wir im Rahmen von Praktikumsversuchen den Studierenden am 35-cm Teleskop auf dem Dach des AIfA anbieten. Zum einen werden Exoplaneten-Transits beobachtet, zum anderen werden Farben-Helligkeits-Diagramme von Sternhaufen erstellt. Beide Beobachtungsprojekte kann man bereits mit mittelgroßen Amateur-Teleskopen und unter einem Stadthimmel durchführen.
Abstract zum Vortrag „Radioastronomie mit dem Astropeiler Stockert“ von Dr. Ralf Beyerstedt
Der Vortrag geht auf die Geschichte des Astropeilers ein. Es wird kurz erläutert, warum Radioastronomie überhaupt betrieben wird und wie die heutige Nutzung der historischen Radiosternwarte aussieht (Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Beobachtungen).