Die Volkssternwarte Bonn ist geöffnet. Unsere Vorträge finden statt.

In den Gebäuden gilt die Maskenpflicht!!!

Der Vorstand                                                                        (Stand: 21. März 2022)

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Montagsvortrag: „Big Bang oder Big Bounce – Spekulationen über den Anfang unseres Universums“

Montag, 30. Mai 2022 @ 19:00 h – 20:30 h
Referent: Professor Dr. Hans-Joachim Blome

Die gängige Theorie über den Ursprung unseres Universums geht davon aus, dass das Universum plötzlich aus einer Singularität heraus entstanden ist und sich seitdem ausdehnt. Das Standardmodell der Teilchenphysik und die allgemeine Relativitätstheorie sind allerdings nicht imstande, die physikalischen
Verhältnisse einer Singularität zu beschreiben. Die Big Bounce („Großer Rückprall“) Hypothese bietet hier eine Alternative zur Urknall-Theorie an.

 
Professor Dr. Blome promovierte in Köln in theoretischer Physik. Seit 1996 war er Lehrbeauftragter für
Astronomie und ab 1999 Professor für die Fächer Physik und Himmelsmechanik/Raumflugdynamik an der FH Aachen im Fachbereich Raumfahrttechnik.

Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Anmeldung zum Vortrag ausschließlich über diese Anmeldungsseite.

Der Eintritt beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

In den Räumen der Volkssternwarte gilt die Maskenpflicht!

Eine wunderschöne Planetenkette

Bei einer Urlaubsreise nach Südamerika konnte ich mich am frühen Morgen des 14. April 2022 an der wunderschönen übereinanderstehenden Kette aus den Planeten (von unten nach oben) Jupiter, Venus, Mars und Saturn erfreuen. Der ganz dich bei Jupiter stehende Neptun ist in der beginnenden Morgendämmerung bereits nicht mehr erkennbar.

Und da ich persönlich hier das erste Mal im Leben das Kreuz des Südens gesehen habe, möchte auch auch hiervon eine Aufnahme beisteuern.

Astrovorschau für Bonn Mai und Juni 2022 von Paul Hombach

Der Mai beginnt mit einem Paukenschlag: Venus und Jupiter stehen nah zusammen in der Morgendämmerung. Ende Mai treffen sich dort Jupiter und Mars. Mit Saturn ist ein vierter Planet am Morgenhimmel vertreten, während der Abendhimmel nach dem Rückzug Merkurs Anfang Mai planetenfrei ist. Ein nicht leicht zu beobachtendes Highlight ist die Mondfinsternis am Morgen des 16. Mai.

Der jährliche Lauf der Sonne erreicht am 21. Juni ihren Höchststand. Mit dem längsten Tag des Jahres und der kürzesten Nacht tritt der kalendarische Sommeranfang ein. Vom 1. Mai bis 1. Juni verfrühen sich die Sonnenaufgänge von 6:04 auf 5:22 MESZ, derweil sich die Untergänge von 20:53 auf 21:36 MESZ verspäten. Für Bonn wird es ab der Nacht vom 27. auf den 28. Mai vorerst dann nicht mehr vollständig dunkel, das Ende der astronomischen Dämmerung, bei der die Sonne tiefer als 18° unter dem Horizont stehen muss, wird nicht mehr erreicht. Gleichzeitig muss man immer länger warten, bis es einigermaßen dunkel genug für den Blick an den Sternhimmel ist: Mitte Mai bis gegen 22:30, Mitte Juni bis ca. 23:30 MESZ.

Durch den Rückzug der Wintersternbilder, von denen Anfang Mai noch nördlichere Konstellationen wie Zwillinge und Fuhrmann im Westen zu sehen sind, hat nun der Frühlingshimmel freie Bahn. Zur Mitte des Vorhersagezeitraums, am 1. Juni um 23:00 MESZ, sind der Krebs und der Löwe nach Westen gerückt. Im Süden zieht der orangefarbene Arktur im Bärenhüter die Blicke auf sich. Das Objekt seiner Hütertätigkeit selbst, der Große Bär (bzw. Bärin) mit dem bekannten Wagen, steht nun praktisch über unseren Köpfen. Wer dem Bogen der Deichsel über Arktur hinaus folgt, gelangt zu Spica im Sternbild Jungfrau. Sie hat ihren Meridiandurchgang gerade hinter sich. Im Süden steht die Waage, als Sternbild nicht leicht zu erkennen. Auffälliger ist da natürlich der Skorpion, der sich mit seinen Fühlern und dem orangefarbenen Hauptstern Antares im Südosten empor reckt. Schade, dass er für unsere Breiten nie ganz aufgeht, doch schon vom Mittelmeerraum aus ist er in voller Pracht zu bewundern. Im Osten schließlich zieht mit den Sternbildern Leier, Schwan und Adler, deren helle Sterne Wega, Deneb und Atair das Sommerdreieck bilden, bereits die Sternbilder des Sommers herauf.

Abb. 1: Der Blick an den mond- und planetenfreien Bonner Nachthimmel am 1. Juni um 23:00 MESZ zeigt die Sternbilder des Frühlings- und Frühsommerhimmels. Grafik erstellt mit Stellarium

Merkur beendet Anfang Mai seine Abendsichtbarkeit, zum Finale gibt es eine enge Begegnung mit der schmalen zunehmenden Mondsichel am 2. Mai, zur Beobachtung sind gutes Wetter und freie Horizontsicht nötig, ein Fernglas ist empfohlen. Vielleicht ist damit sogar noch ein Blick auf die Plejaden zu erhaschen, die sich wie der Götterbote vom Abendhimmel zurück ziehen. In den folgenden Wochen bleibt Merkur den Blicken entzogen.

Abb. 2: Merkur und die feine neue Mondsichel (2x vergrößert dargestellt), dazu die Plejaden am Abend des 2. Mai 2022. Blick nach Westnordwesten um 21:45 MESZ. Grafik erstellt mit Stellarium

Venus und Jupiter tauschen vom 30. April auf den 1. Mai ihre Plätze am Morgenhimmel (s. auch Abb. 3 der Astrovorschau März / April 2022). Während Venus am Morgen des 30. April etwa auf gleicher Höhe rechts des Riesenplaneten steht, ist sie einen Morgen später knapp links unterhalb zu finden. Die engste Annäherung entgeht europäischen Beobachtern, aber das enge Duo der beiden hellen Planeten ist absolut sehenswert. Um 5:30 MESZ sind beide Gestirne 5° hoch am Bonner Ostsüdosthimmel zu finden. Venus bleibt weiter Morgenstern und verringert langsam ihren Sonnenabstand, während Jupiter seine Sichtbarkeit ausbaut. Er und Mars nähern sich einander an, so dass es am Morgen des 29. und 30. Mai erneut zu einer schönen Planetenkonstellation kommt, bei der beide Planeten perspektivisch eng zusammen stehen.

Abb. 3: Jupiter und Mars stehen nach beieinander in der Morgendämmerung am 29. Mai. Außerdem sind Saturn (rechts) und Venus (links) am Morgenhimmel vertreten. Blick nach Ostsüdosten um 4:30 MESZ. Grafik erstellt mit Stellarium

Weiter westlich ist Saturn unterwegs. Der Ringplanet im Steinbock wird zum Planeten der zweiten Nachthälfte, geht er doch Ende Juni schon gegen Mitternacht auf.

Der Mond zeigt sich nach seinem Neumond am 30. April am 2. Mai als schmale zunehmende Sichel neben Merkur (s.o.). Beim Vollmond des 16. Mai kommt es zu einer totalen Mondfinsternis, die allerdings nur in ihrem Beginn von Bonn aus beobachtbar ist. Um 4:28 MESZ tritt der Vollmond in den Kernschatten der Erde ein, da steht der Mond noch 8,5° hoch im Südwesten. Bald wird die Dämmerung immer heller, der immer stärker verfinsterte Mond nähert sich verblassend dem Horizont, bei Totalitätsbeginn um 5:29 MESZ steht er acht Minuten vor seinem Untergang nur noch anderthalb Grad hoch über dem Bonner Horizont. Nächster Neumond ist am 30. Mai (hoffentlich ohne Weltuntergang, anders als in einem alten Schlager behauptet…), der nächste Vollmond tritt unabhängig von allen irdischen Missetaten pünktlich am 14. Juni ein.

Paul Hombach als Verfasser und die Volkssternwarte Bonn wünschen allen Leserinnen und Lesern klaren Himmel, Freude an den Sternen und eine gute Zeit!

 

 

 

 

 

 

Montagsvortrag am 02. Mai 2022: Schwarze Löcher und Quantengravitation

Am Montag, 02. Mai 2022 findet der zweite Montagsvortrag in diesem Jahr statt.

Im Refraktorium der Volkssternwarte referiert Prof. Kiefer (Institut für Theoretische Physik, Universität Köln) über die Physik Schwarzer Löcher. Neben einer Erläuterung, was Schwarze Löcher sind, geht es um Ansätze einer Theorie, die Quantenmechanik und Allgemeine Relativitätstheorie vereinigt.

Interesse geweckt? Dann sollten Sie sich über den nachstehenden Link zur Veranstaltungsseite unkompliziert anmelden:

Hier geht es zur Anmeldung für den Montagsvortrag Schwarze Löcher und Quantengravitation.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Montagsvortrag 25.04.2022: Weltraummikrobiologie – Mit Mikroben durch die Galaxie

Jetzt soll es wirklich wieder losgehen mit den Montagsvorträgen!

Am Montag, 25. April 2022 wird es den ersten Montagsvortrag live im Refraktorium in diesem Jahr geben!

Ein spannendes und ungewöhnliches Thema steht an: Weltraumbiologie.

Biologie und Weltraum: zwei Bereiche, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun haben. Aber weit gefehlt!

Zwei Wissenschaftlerinnen der Arbeitsgruppe Luft- und Raumfahrtmikrobiologie der Universität Bonn geben nicht nur Einblick in die Auswirkungen der Weltraumbedingungen auf Mikroorganismen, sondern auch auf Maßnahmen zur Vermeidung von Kontaminationen in Raumstationen.

Interesse geweckt? Dann sollten Sie über den nachstehenden Link zur Veranstaltungsseite gehen und sich unkompliziert anmelden:

Hier geht es zur Anmeldung für den Montagsvortrag Weltraummikrobiologie – Mit Mikroben durch die Galaxie

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Montagsvortrag am 21.02.2022 : „Sternhaufen – Meilensteine im All“

Wir freuen uns, Ihnen diesen Vortrag, der aufgrund der Pandemie nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnte, jetzt als Video zur Verfügung stellen zu können. Wir danken Dr. Michael Geffert!

Schon vor hundert Jahren benutzte Shapley Kugelsternhaufen, um den wahren Aufbau der Milchstraße zu ermitteln. Seit den Resultaten der Gaia Mission hat die Erforschung der Sternhaufen in den letzten Jahren neue Impulse bekommen. Zum ersten Mal ist es jetzt möglich, Mitglieder von Sternhaufen genau von Feldsternen zu trennen, ihre Bewegungen zu analysieren und Unterstrukturen in Sternhaufen zu erforschen.

Dr. Michael Geffert arbeitete an der Bonner Universität als Astronom und betreute dort die „Sammlung historischer Himmelsaufnahmen“. Er leitet heute das Birtzberg Observatorium – ein virtuelles Observatorium für wissenschaftliche Auswertung historischer Fotoplatten, interdisziplinäre Astronomieprojekte und Bildungsveranstaltungen.

Link zum Vortrag „Sternhaufen – Meilensteine im All“

Montagsvortrag: Pulsare – Sternleichen im Sendebetrieb

Montag, 28. März 2022 @ 19:00 h – 20:30 h

Referent: Matthias Borchardt

Nachdem wir Corona-bedingt unsere beliebten Montagsvorträge aussetzen mussten, setzen wir die Reihe mit dem Vortrag

„Pulsare – Sternleichen im Sendebetrieb“ von Matthias Borchardt

am 28. März 2022 im Refraktorium der Volkssternwarte fort. Wir hoffen, dass die verbleibenden für 2022 geplanten Vorträge ebenfalls stattfinden können (bitte beachten sie die zum Zeitpunkt des Vortrags geltenden Corona-Regeln).

Ein wichtiger Hinweis:

Aufgrund des oftmals sehr starken Interesses an unseren Montagsvorträgen haben wir ein Anmeldungsfeld auf der Seite der jeweiligen Veranstaltung eingeführt. Beim Anklicken öffnet sich ein Anmelde-Formular für den jeweiligen Montagsvortag. Bitte füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden es mit dem Abschicken-Button ab. Sie erhalten dann eine Bestätigung per E-Mail.

Hier geht es zur Veranstaltungsseite…

Dort finden Sie auch nähere Informationen zum Thema des Vortrags und zum Referenten.