Mondfinsternis am 16. Juli 2019

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2019 (am legendären Startdatum von Apollo 11 vor genau 50 Jahren!) gab es eine partielle Mondfinsternis, die trotz Wolkenschleiern auch in Bonn und Umfeld gut zu beobachten war.

Ein prachtvoller Sonnenuntergang und kurz danach ging dann der bereits ein kleines Stück abgeschattete Mond auf.

Ein wunderschönes Erlebnis, das um 23:06 Uhr noch vom Überflug der ISS oberhalb des partiell verfinsterten Mondes gekrönt wurde.

Aufgrund der Sommerferien finden im Juli und im August keine Montagsvorträge statt !

Ab September finden die Vorträge wieder wie gewohnt statt.

Montagsvortrag „Die Vermessung des Universums“

Die Entwicklung der Physik und speziell der Astronomie ist eine Folge von teilweisen genialen Ideen, Überlegungen und Entdeckungen gewesen. Wie diese aufeinander aufbauen, zu unserem heutigen Wissensstand geführt haben und die Grenzen unserer Wahrnehmung immer weiter verschoben haben, will dieser Vortrag beleuchten.

Die Bestimmung von Entfernungen auf der Erde, im Sonnensystem bis zu den Grenzen des Weltalls oder die  Möglichkeit der Beschreibung der Eigenschaften ferner Sterne ist eine Aufeinanderfolge herausragender Ideen und Entdeckungen. Auch die Aussagen über Eigenschaften ferner Sterne und vieles mehr wäre vor hundert Jahren noch undenkbar gewesen.

Peter M. Oden hat in Köln Physik und Biochemie studiert. Er wirkt im Vorstand der Volkssternwarte Bonn e.V., schreibt für astronomische Fachzeitungen und ist Herausgeber diverser Sammelwerke aus dem EDV-Bereich. Seine Begeisterung zu den zahlreichen Themen der Astronomie vermittelt er heute auch an Schulen und in Vorträgen.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de

Die ‚Eroberung‘ des Mondes – Von den ersten Anfängen bis zum ‚Großen Schritt für die Menschheit‘

Montagsvortrag am 17. Juni 2019, Beginn: 19:00 Uhr, Daniel Fischer

Achtung:

Der Termin musste vom 24. auf den 17. Juni vorverlegt werden!

Die Geschichte der Raumfahrt zum Mond ist die Geschichte eines beispiellosen Wettrennens zwischen den USA und der Sowjetunion. Zwölf Menschen betraten am Ende dieses Rennens bisher den Mond.

Dieser Vortrag beleuchtet die Triumphe und Tragödien dieser Zeit und wirft einen Blick in die Zukunft.

Daniel Fischer ist Wissenschaftsjournalist, Reiseleiter für astronomische Spezialreisen zu Sonnenfinsternissen oder zum Nordlicht und Mitarbeiter im Planetarium Bochum.

Er ist im Bereich der Astronomie und Raumfahrt publizistisch tätig, bloggt privat unter skyweek.wordpress.com und twittert als @cosmos4u.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de.

Der Eintritt beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

Sterne & Wein

Die Volkssternwarte Bonn lädt Sie am Mittwoch, 02. Oktober 2019 um 19:00 Uhr zu einem
besonderen Event unter der Überschrift „Sterne & Wein“ ein.

»Wein ist vom Sonnenlicht gebändigtes Wasser« wusste schon der große Astronom Galileo Galilei.
Auf seinen Spuren wollen mit Ihnen an diesem Mittwoch Abend diese besondere Reise zu Sternen
und Weinen – und deren Verbindungen zueinander – unternehmen.

Diese ›geistreiche‹ Wanderung führt über Padua und Florenz zu den von Galilei erforschten Planeten des Sonnensystems. Anschließend folgen wir der Spur der Sterne von Santiago di Compostela bis zu den Weiten der Milchstraße. Und hätten Sie gedacht, dass die Bonner Sternvermesser in der Nachfolge Argelanders
eine besondere Verbindung zum Thema Wein hatten?

Einzelheiten zu den Weinen erzählt Ihnen Peter Wollmann, ein langjähriger Bonner, Manager in der
Finanzindustrie und Weinenthusiast.

Paul Hombach, begeisterter und begeisternder Botschafter in Sachen Astronomie, Musiker, Autor und Himmelsbeobachter stellt die Verbindung der Weine mit der Welt der Sterne her. Mit seinem »Astrotainment« vermittelt Paul Hombach auf erstaunliche und unterhaltsame Weise ein Gefühl für die Größe und Schönheit des Weltalls.

Ablauf:

Der Abend beginnt mit einem Glas Prosecco DOCG und Knabbereien, daran schließt sich der 1.
Teil des astronomischen Vortrags an. In der Pause wird ihnen der erste Rotwein präsentiert. Nach
dem 2. Vortragsteil können Sie bei einem Glas des zweiten Rotweins und kleinen Snacks den Abend
mit anregenden Gesprächen rund um das Thema Weltall und Wein ausklingen lassen.
Die Veranstaltung endet ca. 21:00 Uhr.

Der Eintritt zu dieser besonderen Veranstaltung beträgt 16,- Euro (14,- Euro für Mitglieder der
Volkssternwarte Bonn e.V.). Aufgrund des zu erwartenden Andrangs bitten wir Sie, Ihre Plätze
unter

     info@volkssternwarte-bonn.de

kostenlos vorzubestellen.

Sollten Sie die Veranstaltung nicht besuchen können, so geben Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid. Reservierte Plätze sollten bis 18:40 Uhr eingenommen sein, da ab diesem Zeitpunkt nicht belegte
Plätze an der Abendkasse vergeben werden.

Wie eine Sonnenfinsternis vor 100 Jahren Albert Einstein weltberühmt machte

Der in der Volkssternwarte Bonn gerne gesehene Referent Matthias Borchardt hat einen interessanten Artikel zur gravitativen Ablenkung des Lichts laut der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein und deren erstem Nachweis während der Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 geschrieben, den wir dankenswerterweise hier veröffentlichen dürfen:

 

Wie eine Sonnenfinsternis vor 100 Jahren Albert Einstein weltberühmt machte

Matthias Borchardt

Sie gehört zu den berühmtesten Ereignissen in der Geschichte der Astronomie und feiert in diesem Jahr ihren einhundertsten Geburtstag – die Sonnenfinsternis am 29. Mai des Jahres 1919.  Dieses Naturereignis sollte eine auf den ersten Blick einfache, für die Physik aber entscheidende und äußerst bedeutsame Frage klären: Beträgt  die Ablenkung des Sternenlichts direkt am Sonnenrand 0,875 Bogensekunden oder doppelt so viel, nämlich 1,75 Bogensekunden? Der erste Wert ergibt sich mit Hilfe der klassischen Gravitationsphysik, der zweite ist das Ergebnis aus der Allgemeinen Relativitätstheorie – Newton gegen Einstein, sozusagen. Nachdem Albert Einstein den richtigen Wert der Periheldrehung der Merkurellipse aus seiner neuen Relativitätstheorie ableiten konnte, sollte die Vermessung der Sternpositionen am Sonnenrand den zweiten wichtigen Beweis für die Richtigkeit seiner vier Jahre zuvor veröffentlichten Theorie  liefern.

Der Stern erscheint dem Beobachter vom Sonnenrand weggeschoben, in Wirklichkeit aber in wesentlich geringerem Maße, als in der Graphik gezeigt.
(Abb.: M. Borchardt)

Sterne, die am Himmel in der Nähe der Sonne stehen, wären geeignete Testobjekte, um eine Entscheidung zwischen den beiden Voraussagen zu erzielen – theoretisch. In Wirklichkeit sind Sterne im Glanz der Sonne natürlich völlig unsichtbar – es sei denn, die Sonnenscheibe könnte komplett abgedunkelt werden. Genau dies leistet der Mond, wenn er sich bei einer totalen Sonnenfinsternis zwischen Sonne und Beobachter schiebt. Wie von Zauberhand werden plötzlich Sterne neben der schwarzen Sonne sichtbar und lassen sich mit entsprechenden Belichtungszeiten auf Fotoplatten bannen. Vergleicht man diese Aufnahmen mit solchen aus einer Zeit, als  die Sonne nicht vor diesem Sternenfeld stand, sollte die Verschiebung der Sternenpositionen erkennbar werden.

Mehr lesen…

 

„…quante stelle sono in ciel“ – …so viel Sterne am Himmel sind

Aufgrund der großen Nachfrage ist diese

Veranstaltung bereits ausgebucht!

Eventuell gibt es um 18:40 Uhr noch

Resttickets an der Abendkasse.


Mai 27 @ 19:0020:30

Kuppelsaal des ‚Großen Refractorraums‘ der Alten Sternwarte

Das Angelus Ensemble und Dr. Michael Geffert

Im Mai bietet Ihnen die Volkssternwarte Bonn e.V. im Rahmen ihrer Reihe von Montagsvorträgen wieder ein außergewöhnliches Programm: eine Verbindung von Musik und Astronomie.

Die reale und die spirituelle Dimension des Kosmos inspirierten seit jeher die Musik und die Dichtkunst. Gerade die Barockzeit suchte zu den Himmelskörpern immer wieder eine sinnbildhafte Entsprechung im menschlichen Seelenleben.

Einige der noch heute gebräuchlichen Instrumente wurden bereits in der Barockzeit entwickelt, auch wenn sie damals anderen Klangidealen folgten. Sie waren nicht auf einen lauten raumfüllenden Klang ausgelegt, sondern darauf, ein möglichst breites Klangspektrum spielen zu können. Der Klang der Instrumente sollte an die menschliche Stimme mit all ihren Nuancen erinnern.

Und auch die Astronomie des Barock zeichnete sich durch bedeutende Entdeckungen und herausragende Persönlichkeiten aus.

Im historischen Kuppelsaal des ‚Großen Refractorraums‘ der Alten Sternwarte wird Ihnen beides stimmungsvoll nähergebracht.

Der Eintritt zu dieser besonderen Veranstaltung beträgt 10,- Euro (7,50 Euro für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn e.V.). Aufgrund des zu erwartenden Andrangs bitten wir Sie, Ihre Plätze unter

info@volkssternwarte-bonn.de

kostenlos vorzubestellen.

Sollten Sie die Veranstaltung nicht besuchen können, so geben Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid. Reservierte Plätze sollten bis 18:40 Uhr eingenommen sein, da ab diesem Zeitpunkt nicht belegte Plätze an der Abendkasse vergeben werden.

Das Angelus-Ensemble hat sich seit vielen Jahren auf die Musik der Renaissance und der Barockzeit spezialisiert, die es in wechselnden Besetzungen und mit historischen Instrumenten aufführt.

Julia Kreuzer (Sopran),
Susanna Frank (Mezzosopran),
Franz-Georg Kreuzer (Viola da Gamba),
Hedayet Djeddikar (Cembalo) und
Johannes Zink (Laute)

bringen Ihnen Werke von Vinzenco Galilei, dem Vater des großen Naturwissenschaftlers und Astronomen Galileo Galilei, Claudio Monteverdi, Angelo Notari, Georg Friedrich Händel und Johannes Schenk zu Gehör.

Dr. Michael Geffert arbeitete an der Bonner Universität als Astronom und betreute dort die „Sammlung historischer Himmelsaufnahmen“.

In seiner bewährten Art und Weise der Wissensvermittlung bringt Ihnen Dr. Geffert die Astronomie des Barock im Wechsel mit den musikalischen Darbietungen näher.

Event Horizon

Was gestern veröffentlicht wurde, kann als kleine Sensation der Astrophysik gelten: zum ersten Mal gelang es, den Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs (in diesem Fall des Schwarzen Loches im Zentrum der Galaxis M87, das 6.5 Milliarden Sonnenmassen in sich vereinigt hat) zu fotografieren.

Die Galaxis M87 ist 55 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Zu sehen sind erstmals die durch die extreme Gravitation verzerrt abgebildeten Akkretionsflüsse der aufgeheizten Materie um das Schwarze Loch herum. Der dabei sichtbare Ring hat eine echte Größe am Himmel von rund 42 Tausendstel Bogensekunden.


Quelle: EventHorizonTelescope (EHT)

Um diesen Ring abzubilden, reicht kein einzelnes Teleskop auf der Erde aus, denn jedes für sich wäre viel zu klein. Der ‚Trick‘ bestand darin, insgesamt acht über die ganze Erde verteilte Radioteleskope zusammenzuschalten. Die aufgenommenen riesigen Datenmengen aller Teleskope (mehrere Petabyte) wurden mit extrem genauen Zeitmarkern versehen und später zusammengebracht und zu einem Gesamtbild verrechnet. Mit solch einem Prozess erreicht man eine Auflösung, als ob man ein einzelnes Teleskop mit fast dem Durchmesser der gesamten Erde zur Verfügung hätte.


Quelle: EventHorizonTelescope (EHT)

Ein Artikel zu dieser Arbeit findet sich hier im Astrophysikalischen Journal.

Ich hatte im vergangenen Jahr die Möglichkeit, eines der acht beteiligten Teleskope, das 30m Radioteleskop auf dem Pico de Veleta in der spanischen Sierra Nevada zu besuchen und zu besichtigen, während dort die ersten Tests zur Zusammenschaltung der Teleskope liefen und freue mich deshalb umso mehr über den erfolgreichen Start des Projektes Event Horizon!

Dieses Teleskop wird vom MPIfR in Bonn (Max-Planck-Institut für Radioastronomie) und vom Partnerinstitut IRAM (Institut de RadioAstronomie Millimétrique) betrieben.


Foto: Peter Oden

Anmerkung: Die acht beteiligten Teleskope sind: ALMA, APEX, das IRAM 30-Meter-Teleskop, das IRAM-NOEMA-Observatorium (seit 2018), das James-Clerk-Maxwell-Teleskop (JCMT), das Large-Millimeter-Teleskop (LMT), das Submillimeter-Array (SMA), das Submillimeter-Teleskop (SMT, das frühere Heinrich-Hertz-Teleskop), das Südpol-Teleskop (SPT) und das Grönland-Teleskop (GLT, ebenfalls seit 2018).

Stephen Hawking – Vom Schwarzen Loch zum Anfang der Welt, der keiner war…

Montagsvortrag am 29. April 2019, 19:00 h

Professor Dr. Hans-Joachim Blome

Mit Stephen Hawkings Tod im März 2018 haben seit Albert Einstein Astrophysik und Kosmologie ihr derzeit in der Öffentlichkeit weltweit bekanntestes Gesicht verloren.

Hawkings wissenschaftliches Interesse galt von Anfang an der Gravitation. Was passiert beim Kollaps eines Sterns zum Schwarzen Loch? Sind Schwarze Löcher die ultimative Gruft toter Sterne oder können sie am Schluss verdampfen?

Professor Dr. Blome promovierte in Köln in theoretischer Physik.

Seit 1996 war er Lehrbeauftragter für Astronomie und ab 1999 Professor für die Fächer Physik und Himmelsmechanik/Raumflugdynamik an der FH Aachen im Fachbereich Raumfahrttechnik.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de.

Der Eintritt  beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

Nachtrag:

Der höchst spannende Vortrag von Professor Blome fand vor ausverkauftem Haus statt und regte die Zuschauer – wie man an den zahlreichen Fragen merkte – zu intensivem Nachdenken an.

Polarlichtflug am 30. März 2019

Am 30 März fand wieder ein Polarlichtflug statt, veranstaltet von unserem Mitglied Stefan Krause (Geschäftsführer des Reisebüros in der Südstadt).

An Bord waren wieder mehrere Mitglieder der Volkssternwarte, so auch Wilfried Bongartz, Georg Dittié und Peter Oden, aber auch prominente Astrofotografen wie Bernd Pröschold.

Ein Video mit Eindrücken zu diesem Flug von Peter Oden finden Sie hier: Polarlichtflug

Und ein weiteres Video dieses Fluges von Wilfried Bongartz gibt es hier: Polarlichtflug