Stephen Hawking – Vom Schwarzen Loch zum Anfang der Welt, der keiner war…

Montagsvortrag am 29. April 2019, 19:00 h

Professor Dr. Hans-Joachim Blome

Mit Stephen Hawkings Tod im März 2018 haben seit Albert Einstein Astrophysik und Kosmologie ihr derzeit in der Öffentlichkeit weltweit bekanntestes Gesicht verloren.

Hawkings wissenschaftliches Interesse galt von Anfang an der Gravitation. Was passiert beim Kollaps eines Sterns zum Schwarzen Loch? Sind Schwarze Löcher die ultimative Gruft toter Sterne oder können sie am Schluss verdampfen?

Professor Dr. Blome promovierte in Köln in theoretischer Physik.

Seit 1996 war er Lehrbeauftragter für Astronomie und ab 1999 Professor für die Fächer Physik und Himmelsmechanik/Raumflugdynamik an der FH Aachen im Fachbereich Raumfahrttechnik.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de.

Der Eintritt  beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

Nachtrag:

Der höchst spannende Vortrag von Professor Blome fand vor ausverkauftem Haus statt und regte die Zuschauer – wie man an den zahlreichen Fragen merkte – zu intensivem Nachdenken an.

Polarlichtflug am 30. März 2019

Am 30 März fand wieder ein Polarlichtflug statt, veranstaltet von unserem Mitglied Stefan Krause (Geschäftsführer des Reisebüros in der Südstadt).

An Bord waren wieder mehrere Mitglieder der Volkssternwarte, so auch Wilfried Bongartz, Georg Dittié und Peter Oden, aber auch prominente Astrofotografen wie Bernd Pröschold.

Ein Video mit Eindrücken zu diesem Flug von Peter Oden finden Sie hier: Polarlichtflug

Und ein weiteres Video dieses Fluges von Wilfried Bongartz gibt es hier: Polarlichtflug

Bürgerforschungsprojekt zum „Bonner Nachthimmel“ #nachthimmelbonn

Am Abend des 18. März 2019 informierten Dr. Jens Kube und Dr. Christopher Kyba in der Volkssternwarte Bonn im Rahmen der diesjährigen ‚Highlights der Physik‘ über das Bürgerforschungsprojekt.

Die ‚Highlights der Physik‘ laden gemeinsam mit der Volkssternwarte Bonn e.V. alle Bonnerinnen und Bonner ein, vom

24. März bis zum 6. April 2019

die Lichtverschmutzung der Stadt Bonn zu messen. Alle, die sich daran beteiligen, können Eintrittskarten für die Highlights-Show mit Ranga Yogeshwar am 16. September im Telekom Dome gewinnen.

Wie kann ich mitmachen?

Suchen Sie zunächst ein bestimmtes Sternbild, in diesem Fall den Löwen. Er befindet sich im März/April am Abend im Süden etwa auf halber Höhe. Der Löwe besteht aus 9 Sternen der Helligkeitsstufen 2 bis 4. Nun vergleichen Sie die in dieser Himmelsregion sichtbaren Sterne mit den verschiedenen Sternkarten, die Sie auf https://globeatnight.org/de/webapp finden.

Beobachtungsort und -zeit sowie das Ergebnis tragen Sie bitte auf dieser Website ein. Bevor Sie die Seite absenden, machen Sie bitte ein Bildschirmfoto, das Sie für die Teilnahme an der Verlosung der Tickets für die Highlights-Show an nachthimmel@highlights-physik.de senden. Oder: Fotografieren Sie besonders spektakuläre Lichtquellen in Bonn und Umgebung.

Die Screenshots zur Teilnahme an der Verlosung und Ihre Fotobeiträge senden Sie bitte bis zum 6. April 2019 an nachthimmel@highlights-physik.de . Oder Sie posten sie mit den hashtags #nachthimmelbonn und #hdp19 sowie unter Angabe des Namens, unter dem Sie genannt werden wollen, @HighlightsDer Physik bei Facebook oder @highlightphysik bei Twitter und Instagram.

Eine ausführliche Anleitung findet sich unter http://www.highlights-physik.de.

Was sind die ‚Highlights der Physik‘?

Vom 16. bis zum 21. September findet in Bonn auf dem Marktplatz und auf dem Münsterplatz das große Wissenschaftsfestival ‚Highlights der Physik‘ statt. Unter dem Motto „Zeig Dich!“ geht es vor allem darum, wie es der Forschung gelingt, Unsichtbares sichtbar zu machen. Das Festival richtet sich an alle Interessierten und Altersgruppen.

Polarlicht-Kinoabend am 22.03.2019, 19:00 und 21:00 Uhr

Einmal im Leben Polarlichter zu sehen – das ist der Traum vieler Menschen. Wer
es nicht bis in den hohen Norden schafft, musste sich bislang mit Zeitraffer- Filmen begnügen, die aus länger belichteten Einzelfotos montiert werden. Solche Videos zeigen die Polarlichter in unnatürlicher Geschwindigkeit und oft auch in unnatürlichen Farben.

Dank neuer Filmtechniken ist es nun möglich, Polarlichter in Echtzeit so zu filmen, wie das menschliche Auge sie wahrnimmt. In mehreren Filmen zeigen wir Ihnen Videoaufnahmen aus Island und Norwegen, wie es erst seit kurzem dank hochempfindlicher Kameras möglich ist. In verschiedenen Szenen mit ganz unterschiedlichen Stimmungen bringen wir Ihnen das Polarlicht-Erlebnis in Full-HD-Qualität auf die große Leinwand der Volkssternwarte Bonn – fast so, als stünden Sie selber unter dem nordischen Himmel.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, den 22. März um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter

kometeninfo@yahoo.de

Der Eintritt beträgt 5,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

Nachtrag vom 20.03.2019:

Aufgrund der großen Nachfrage im Vorfeld der Veranstaltung wird um 21:00 h eine zweite Vorführung stattfinden (gleicher Tag, gleicher Ort, gleicher Eintrittspreis). Falls eine Viertelstunde vor Beginn der jeweiligen Termine noch Plätze unbesetzt sein sollten, werden diese an Besucher, die keinen Platz mehr erhalten haben, vergeben.

Highlights der Physik 2019 – Bürgerforschungsprojekt zum „Bonner Nachthimmel“

Die „Highlights der Physik“ werden seit 2001 jährlich in einer anderen Stadt durchgeführt. Hierbei soll jeweils ein Teilgebiet der Physik der breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Veranstalter sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) sowie in diesem Jahr die Universität Bonn.

Ein Partner der diesjährigen Veranstaltung ist die Volkssternwarte Bonn e.V., in deren Räumen am 18. März um 18:30 Uhr die einleitende Informationsveranstaltung durchgeführt wird. Hierzu sind alle interessierten Bonner und Bonnerinnen herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

In dem Projekt „Bonner Nachthimmel“ im Vorfeld der Highlights der Physik geht es darum, die Lichtverschmutzung durch Straßenbeleuchtung, Fassadenbeleuchtung etc. zu kartieren. Mit dem Projekt wird ein wichtiger Beitrag zur Vermessung des städtischen Störlichts in Bonn geleistet. Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger auf das Phänomen Lichtverschmutzung aufmerksam gemacht.

Die negativen Folgen der Lichtverschmutzung sind Störung der Tierwelt, des gesunden Schlafs der Bevölkerung und der wissenschaftlichen Himmelsbeobachtung, besonders der Astronomie. (Abhilfe können besser geformte Lampen und das Abschalten unnötiger Beleuchtung schaffen. Mehr Infos hier: http://userpage.fu-berlin.de/~kyba/ )

Christopher Kyba vom GeoForschungsZentrum Potsdam beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema. Am 18. März wird er ab 18:30 Uhr in der Volkssternwarte Bonn über das Thema referieren. Er stellt dabei zwei Projekte vor, mit denen jeder bei der Kartierung der Himmelshelligkeit mithelfen kann: „Globe at Night“ und „Der Verlust der Nacht“.

Falls das Wetter es erlaubt, werden gleich im Anschluss Beobachtungen durchgeführt, damit Sie unter Anleitung das Verfahren erproben können – in Kooperation mit den Mitgliedern der Volkssternwarte. Die Kampagne zur Vermessung des Bonner Nachthimmels findet dann vom 24. März bis 6. April statt.

Die Ergebnisse werden in der Highlights-Show am 16. September mit Ranga Yogeshwar präsentiert.

Für jede (!) vom 24. März bis zum 6. April eingereichte Messung geht ein Los in die Lostrommel, aus der drei mal zwei Karten für die Eröffnungsshow der Highlights am 16. September 2019 verlost werden.

Auch für alle, die lieber fotografieren als Sterne zu zählen, gibt es die Chance auf Karten für die Highlights-Show: Fotografieren Sie besonders spektakuläre, schöne oder scheußliche Lichtquellen in Bonn und Umgebung. Das geht auch, wenn Wolken den Blick auf die Sterne versperren. Eine Jury wird die drei aufregendsten Bilder auswählen und mit je zwei Einlasskarten für die Show belohnen.

Genaue Details zum Vorgehen, wie die Messungen oder Fotos eingereicht werden, erfahren Sie in der Informationsveranstaltung

am 18. März um 18:30 Uhr in der Volkssternwarte Bonn.

Japanische Hayabusa 2 landet auf Asteroid Ryugu

Ryugu aus einer Entfernung von 40 km

Ryugu aus einer Entfernung von 40 km
(JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST)

Hollywood und Katastrophenliebhaber sind sich einig: Die Menschheit wird durch einen Asteroideneinschlag untergehen – so wie die Dinosaurier vor 64 Millionen Jahren. Abgesehen davon sind Asteroiden aber auch für die Wissenschaft von großem Interesse, bieten sie doch einen Einblick in die Frühzeit des Sonnensystems, in der sie entstanden sind, ohne sich seitdem signifikant verändert zu haben.
Inzwischen sind im Rahmen verschiedener Raumfahrtmissionen Sonden zu Asteroiden geflogen, um sich diese Gesteinsbrocken aus der Nähe anzuschauen. Eine dieser Missionen ist die japanische Hayabusa 2 (Hayabusa ist japanisch für „Wanderfalke“). Die Sonde ist 2018 beim Asteroiden Ryugu angekommen und hat am 22. Februar 2019 um Mitternacht unserer Zeit auf dem Asteroiden aufgesetzt.
Hayabusa 2 ist – wie man anhand des Namens vermuten kann – die Nachfolgemission von Hayabusa (eins). Hayabusa war 2005 auf dem Asteroiden Itokawa gelandet, hatte Bodenproben entnommen und diese 2010 – zum ersten Mal überhaupt – zur Erde zurück gebracht. Die mit einem Ionenantrieb versehene Hayabusa 2 soll verschiedene technische Probleme der ersten Mission vermeiden. Auch ist die Natur des Asteroiden unterschiedlich. Itokawa ist ein sog. Typ S-Asteroid, Ryugu ein Typ C-Asteroid. Typ C Asteroiden sind besonders kohlenstoffhaltig („C“ ist das chemische Zeichen für das Element Kohlenstoff). Man erwartet, neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Sonnensystems und des Lebens anhand organischer Moleküle und hydratisierter Minerale Ryugus zu erhalten. Kohlenstoff ist die Basis aller organischer Moleküle und damit des Lebens auf der Erde und hydratisierte Minerale enthalten chemisch gebundenes Wasser. Diese Minerale können Hinweise auf die Herkunft des – für das Leben unverzichtbaren – Wassers auf der Erde liefern.
Im letzten Jahr hat Hayabusa 2 bereits drei Rover auf Ryugu abgesetzt, die dazu dienten, die Landung der Sonde auf dem Asteroiden vorzubereiten. Die Rover, die sich per Schwungmasse hüpfend auf dem Asteroiden bewegen konnten, hatten Temperaturmessgeräte, einen Beschleunigungssensor und verschiedene Kameras an Bord, die geholfen haben, die Landestelle der Sonde auszuwählen.
Außerdem wurde ein Lander names MASCOT (entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES) auf Ryugu abgesetzt. MASCOT verfügt über (i) ein Magnetometer, (ii) ein Radiometer zur Bestimmung der Oberflächentemperatur, des Strahlungsvermögens und der Wärmespeicherzahl der Umgebung, (iii) ein Spektrometer für den nahen Infrarotbereich zur Erkennung der Materialbeschaffenheit der direkten Umgebung und (iv) eine Weitwinkelkamera.

Hochauflösendes Foto von Ryugus Oberfläche

Hochauflösendes Foto von Ryugus Oberfläche aus ca. 22 m Entfernung
(JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das entscheidende Experiment der Hayabusa-Mission ist der Einschlag eines 2 km/s schnellen Kupfer-Projektils auf Ryugu, durch den ein Krater entstehen soll, der Einblick in tiefere Schichten des Asteroiden gewährt. Durch Vergleich der Messungen der unverletzten Oberfläche mit der des offenen Kraters und Entnahme von Bodenproben aus dem Krater will man Informationen über Ryugus Zusammensetzung erhalten, die weniger durch „Weltraumwetter“ beeinflusst werden.
Insgesamt ist Hayabusa 2 eine hochkomplexe Mission, die ein neues Fenster für die Asteroidenforschung aufstoßen kann.

Quellen:
http://global.jaxa.jp/projects/sat/hayabusa2/
http://www.hayabusa2.jaxa.jp/en/
https://de.wikipedia.org/wiki/Hayabusa_2
https://de.wikipedia.org/wiki/Hayabusa_(Raumsonde)

Montagsvortrag am 25. März: Sirius A und B – Sternenwalzer eines ungleichen Paares

Ein Doppelsternsystem, das es in sich hat – wie kaum ein anderes astronomisches Objekt hat der rätselhafte Begleiter von Sirius, unserem hellsten Stern am Nachthimmel, die Astronomen zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Atem gehalten.

Der Vortrag beleuchtet, wie man Informationen über ein Himmelsobjekt aus äußerst exotischer Materie erhält.

Mathias Borchardt ist seit 33 Jahren Lehrer für Physik und Mathematik. Er integriert seit vielen Jahren Aspekte der Astronomie und Raumfahrt in den Unterricht, da es in NRW kein eigenes Lehrfach Astronomie gibt.

Für dieses Engagement erhielt er 2016 den Lehrerpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

Die Veranstaltung beginnt am 25. März um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de.

Der Eintritt  beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.

 

Montagsvortrag „Das zentrale Lichtjahr der Milchstraße“

Die zentrale Region unserer Milchstraße ist eine extrem aktive Region. Der zentrale Sternhaufen beherbergt eine Ansammlung von Hochgeschwindigkeitssternen, die sich im Orbit um ein 4 Millionen Sonnenmassen schweres Schwarzes Loch befinden: Sagittarius A*.

Professor Dr. Eckart lehrt Experimental-Physik an der Universität zu Köln und ist auswärtiges Mitglied des MPI für Radioastronomie in Bonn.


Nach seiner Promotion war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Steward Observatory in Tucson (USA) und am MPI für Extraterrestrische Physik in Garching.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um frühzeitiges Erscheinen oder Voranmeldung unter info@volkssternwarte-bonn.de.

Der Eintritt  beträgt 3,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn kostenlos.