Die Mars-Uranus-Konjunktion

Noch zwei Tage, bis sich Mars und Uranus zumindest optisch deutlich näherkommen. Leider sind die Wetteraussichten bis dahin alles andere als optimal.

Deshalb habe ich das Ganze ’sicherheitshalber‘ heute schon mal trotz durchziehender Wolkenschwaden versucht abzulichten.

Venus hinter den Wolken ist unverwechselbar, Mars und Uranus sind in der vergrößerten Ausschnittaufnahme gut erkennbar.

(Sony A7s auf Star Adventurer, Tokina 120mm, f/2.8, 8sec, ISO 3.200)

Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova

Eigentlich sollte der Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova noch relativ hell sein (8mag). Eigentlich steht er momentan morgens schon sehr hoch (<70°) und eigentlich stört der Fast-Vollmond ziemlich stark. Und eigentlich ist der Bonner Stadthimmel so hell… Und eigentlich wollte ich es doch gerne probieren, ihn zu finden und zu fotografieren.

Ziemlich viele ‚Eigentlichs‘ auf einen Schlag, aber dennoch habe ich es heute Morgen gegen 6:00 Uhr einfach mal probiert.

Mit bloßem Auge waren nur Izar im Bootes (wo 45P derzeit steht) und Alphecca in der Corona Borealis zu erkennen, aber das gab die Richtung vor, in der ich suchen musste. Mit dem Feldstecher konnte ich 45P nicht erkennen, deshalb habe ich mit der Sony und einem 120mm-Objektiv gleich 100 Aufnahmen à  2.5sec bei ISO 3.200 und f/4 gemacht, die dann mit DeepSkyStacker gestacked wurden.

Hier ließ sich dann der kleine Bursche zumindest erahnen (im blau gestrichelten Feld):

Der markierte Ausschnitt als eigenes und stark kontrastverstärktes Bild lässt den Kometen wenn auch sehr undeutlich so doch zumindest erahnen. Ich hatte zwar deutlich mehr erwartet, denn zum Beispiel der Stern links vom Kometen /TYC 2555-0295-1) hat nur 10.38mag wohingegen 45P derzeit bei etwa 8mag liegen sollte.

Auch wenn die Helligkeit von 45P bereits wieder abnimmt, aber in den nächsten vierzehn Tagen wird auch der Mond immer schwächer und vielleicht ergibt sich ja dann noch einmal eine gute Gelegenheit mit diesem oder einem der anderen Kometen, die derzeit unterwegs sind.

Montagsvortrag „Das Astronautentraining bei der ESA“

Am Montag, den 20. Februar 2017 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der spannende Vortrag „Das Astronautentraining bei der ESA“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Das Europäische Astronautenzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA liegt in Köln-Porz. Dort ist die Heimatbasis aller europäischen Astronauten und dort beginnen sie ihre Reise ins All mit einem gründlichen Training.

In diesem Vortrag werden der Ablauf und die Inhalte des Astronautentrainings erläutert: Basistraining, weiterführendes Training und missionsspezifisches Training. Hierzu zählen die unterschiedlichsten Elemente wie Vorlesungen, aber auch Tauchausbildung und Überlebenstraining.

Der Referent Dr. Seine studierte und promovierte in Bonn. Seit 2014 ist er der zuständige Leiter des Astronautentrainings der ESA.

Der Vortrag findet Montag, den 20. Februar 2017, 19:00 Uhr s.t. in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt.

Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

 

Edit 21.02.2017 : Vor über 30 Zuhörern hielt Dr. Seine im vollbesetzten Seminarraum der Volkssternwarte Bonn e.V. seinen spannenden und in manchen Details wirklich überraschenden Bericht über die Ausbildung der ESA-Astronauten.

Einen ausführlicheren Bericht zu diesem Vortrag hat unser Mitglied Daniel Fischer verfasst : Dan’s Diary

Montagsvortrag „Molekülwolken als Entstehungsort von Sternen“

Am Montag, den 30. Januar 2017 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der spannende Vortrag „Molekülwolken als Entstehungsort von Sternen“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Neue Sterne bilden sich in interstellaren Staubwolken. Genau dieser Staub nimmt aber die Sicht auf diese Vorgänge. Dahingegen gestatten es Radioteleskope wie APEX, tief ins Innere dieser Staubwolken zu blicken. So konnte man bisher bereits fast 200 verschiedene Molekülarten in diesem interstellaren Medium entdecken und so einen Einblick in die chemischen und physikalischen Verhältnisse dort gewinnen.


Die Referentin Nina Brinkmann hat in Bonn Physik und Astronomie studiert und erforscht als Doktorandin am MPI für Radioastronomie in Bonn den Aufbau solcher Molekülwolken.

Der Vortrag findet Montag, den 30. Januar 2017, 19:00 Uhr s.t. in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt.

Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Die große Planetenparade

In den klaren Nächten der vergangenen Woche ließen sich tatsächlich alle Planeten unseres Sonnensystems beobachten!


Über das Trio von Mars, Venus und Neptun hatte ich ja bereits im vorangegangenen Blogbeitrag berichtet. Venus in starker Vergrößerung zeigt eine wunderschöne Sichelgestalt, da sie aufgrund ihrer momentanen Stellung (die die gute Sichtbarkeit verursacht) seitlich von der Sonne beleuchtet wird. In einem Teleskop erkennt man allerdings nur eine schneeweiße Oberfläche, da die geschlossene Wolkendecke der Venus das Licht gleichmäßig reflektiert. Im UV-Licht, das natürlich nur mit einer Kamera erfasst werden kann, lassen sich allerdings Strukturen in dieser Wolkendecke sichtbar machen.


F
rühere UV-Filter hatten üblicherweise ein `Loch`im infraroten Bereich (bei der doppelten Wellenlänge des UV-Fensters). Dadurch wurde das Bild wieder deutlich unschärfer und kontrastärmer. Moderne Filter, wie die von Astrodon oder Baader, haben dieses Leck nicht mehr und lassen nur einen schmalen Bereich von ca. 300nm bis 400nm passieren und gestatten es somit, diese Strukturen sichtbar zu machen.

Den kleinen Mars oberhalb der Venus kann man ebenfalls im Teleskop beobachten. Aufgrund seiner großen derzeitigen Entfernung von der Erde ist er allerdings nur 5″ groß und lässt kaum Details erkennen.


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upiter bildete vor wenigen Tagen eine schöne Konjunktion mit dem Mond, zu der sich dann auch Spica gesellt hatte:

Merkur ist am Ende seiner Morgensichtbarkeit angelangt. Dennoch konnte ich ihn bei sehr klarer Horizontsicht noch einwandfrei mit bloßem Auge erkennen. Er bildete ein Duett am Himmel zusammen mit Saturn, das für rund 15min sichtbar war. Die Aufnahme ist so beschnitten, dass Saturn in der rechten oberen Ecke zu erkennen ist und Merkur links unten kurz über dem Horizont.


D
er letzte fehlende Planet ist dann Uranus, der derzeit am frühen Abend noch recht hoch am Himmel steht und im Feldstecher bei einer Helligkeit von 5.8mag gut zu erkennen ist.

Damit hätte der alte Spruch ‚Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unseren Nachthimmel‘ zum Erinnern der Planeten und ihrer Reihenfolge am vergangenen Sonntag tatsächlich Anwendung finden können.

Seminar Astronavigation 2017

Auch 2017 findet – wie seit Jahren schon – unser Seminar zum Thema Astronavigation statt.

Die Bonner Segelgemeinschaft und die Volkssternwarte Bonn geben wieder einen Einblick in die astronomische Navigation in Verbindung mit praktischen Übungen. Wir begeben uns zunächst auf eine Reise mit den alten Seefahrern und lernen ihre oftmals einfachen aber effektiven Navigationsmethoden kennen, mit denen sie weit entfernte und manchmal noch unbekannte Ziele erreichten und danach auch wieder nach Hause fanden. Bereits damals kannten Kolumbus, Magellan & Co. auch Verfahren der astronomischen Navigation, die wir heute noch anwenden.

Die Veranstaltung findet an folgenden Terminen statt:

Teil 1:
11. und 12. März 2017, 10.00 bis 16.00 Uhr
Refraktorium der Volkssternwarte Bonn, Poppelsdorfer Allee 47, Bonn

Teil 2:
18. und 19. März 2017, 10.00 bis 16.00 Uhr
Refraktorium der Volkssternwarte Bonn, Poppelsdorfer Allee 47, Bonn

Eine  Teilnahme an diesem Seminar ist ausschließlich mit vorheriger Anmeldung an Anmeldung möglich

Eine ausführliche Beschreibung des Inhalts findet sich hier : Astronavigationskurs 2017

Rückschau – 71. Seminar der Planeten AG

Am 6. Januar 2017 fand das 71. Seminar der Planeten AG im Vortragsraum unter dem Refraktorium statt.

Paul Hombach führte kurzweilig durch die verschiedenen Vorträge. Angefangen von „Konjunktionen die sich lohnen“, hin zu „Sonnenring über La Réunion“ von Freddy Dorst, „Neues vom Sternschnuppen-Radio“ mit Dr. Georg Dittié über eine Epaktenformel von Dr. Heiner Lichtenberg und der Sonnenfinsternis 2016 von Daniel Fischer.

Herzlichen Dank an alle Besucher, Vortragende und Paul Hombach. Insbesondere auch für die Handouts um das ein oder andere Thema in Ruhe nachzulesen!

71. Seminar Planeten AG

71. Seminar Planeten AG

Treffpunkt Refraktorium: Neues Jahr – Neuer Termin

Mit dem Beginn des Jahres 2017 verschiebt sich der Beginn der wöchentlichen Öffnungszeiten unserer Geschäftsstelle um 30 Minuten nach hinten.

Ab Montag den 2.1.2017 findet der Treffpunkt Refraktorium jeweils von 18:30 bis 19:30 Uhr statt.

Während der Öffnungszeiten stehen den Besuchern Amateurastronomen zur Beantwortung von Fragen aus dem Bereich der Astronomie zur Verfügung. Unsere Bibliothek sowie eine kleine Ausstellung ergänzen das Angebot.

Bei absolut klarem Wetter finden am Refraktorium Beobachtungen statt:

  • Sternbeobachtung („Sternführung”):
    montags außer feiertags um 19:00 Uhr (November bis März)
  • Sonnenbeobachtung:
    montags außer feiertags um 18:45 (Mitte April bis Mitte September)

 

Bei bedecktem Himmel bieten wir im Gebäude Planetariumsvorführungen an.

 

 

Das Programm der „Montagsvorträge 2017“ ist verfügbar!

Die Veranstaltungsreihe „Montagsvorträge“ findet mittlerweile im 5. Jahr statt und wird Ihnen auch diesmal wieder spannende Themen und interessante Referenten bieten. Gleich ob es sich um allgemeine Themen der Astronomie oder um tiefer gehende Berichte aus den Fachgebieten handelt, immer werden die Vorträge in einem allgemein verständlichen und keine Vorkenntnisse erfordernden Stil gehalten.

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Die Vorträge finden fast immer am letzten Montag eines Monats um 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte Bonn e.V. frei.

Schauen Sie sich die Themen des Jahres 2017 einmal an, ganz sicher ist auch für Sie wieder etwas Passendes dabei.

Die neuen Broschüren liegen in der Volkssternwarte aus. Gerne können Sie sich hier auch die Broschüre als PDF-Datei downloaden.