60 Jahre Sputnik – Die Anfänge der extraterrestrischen Forschung in Bonn

Am Montag, den 30. April 2018 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der Vortrag „60 Jahre Sputnik – Die Anfänge der extraterrestrischen Forschung in Bonn“ im Rahmen unserer beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Das Zeitalter der Weltraumforschung, die Vermessung des erdnahen Weltraumes und die Erkundung von Planeten und Monden unseres Sonnensystems – der Anfang der extraterrestrischen Forschung an der Universität Bonn – begannen überraschend mit einem Paukenschlag.

Am 4. Oktober 1957 startete die Sowjetunion (UdSSR) den ersten Erdsatelliten. Die Funksignale von SPUTNIK-1 wurden auch von der Sternwarte Bonn empfangen. Bereits im Dezember 1957 publizierten Wolfgang Priester (Sternwarte Bonn), Hans-Gerhard Bennewitz (Physikalisches Institut der Universität Bonn) und Peter Lengrüßer (Sternwarte Bonn) Radiobeobachtungen des ersten künstlichen Erdsatelliten.

Wenig später gelang es, aus den Bahndaten des Satelliten Rückschlüsse auf physikalische Parameter der Hochatmosphäre der Erde zu ziehen. Damit begann in Bonn eine Jahrzehnte dauernde Forschungsaktivität zur Physik des erdnahen und erdfernen Weltraums. Im Jahr 1964 wurde das Institut für Astrophysik und extraterrestrische Forschung gegründet mit Professor Dr. Wolfgang Priester als Direktor.

  

Dr. Hans-Joachim Blome promovierte in Köln in theoretischer Physik. Seit 1996 war er Lehrbeauftragter für Astronomie und ab 1999 als Professor für die Fächer Physik und Himmelsmechanik/Raumflugdynamik an der FH Aachen im Fachbereich der Raumfahrttechnik.

Thomas Venohr ist Hobbyastronom und hat bereits zahlreiche Reisen durch Russland und die Ukraine zu den Ursprüngen der russischen Weltraumfahrt unternommen.

Der Vortrag findet Montag, den 30. April 2018, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Edit vom 01.05.2018

Dieser Doppelvortrag bot im gut besetzten Refraktorium eine spannende Übersicht über zwei getrennte timelines, die beide den gemeinsamen Ausgangspunkt des Sputnikstarts vor gut 60 Jahren hatten. Auf der einen Seite die Anfänge der extraterrestrischen Forschung in Bonn mit Wolfgang Priester und anderen und auf der anderen Seite der weitere Ausbau der russischen Weltraumfahrt.

  

Galaxien – Einsame Inseln im Weltall?

Am Montag, den 19. März 2018 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der Vortrag „Galaxien – Einsame Inseln im Weltall?“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Vor rund 13 Milliarden Jahren, kurz nach dem Urknall, entstanden riesige Gaswolken, die Vorläufer der Galaxien. Manche Galaxien gingen großzügig mit ihrem Baumaterial um und bestehen heute fast nur noch aus gealterten Sternen, andere sind noch immer von jugendlichem Aussehen. Diese Vielfalt der Erscheinungsformen macht die Faszination der Galaxien aus.

Eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Galaxien spielt seit 45 Jahren das 100m-Radioteleskop bei Effelsberg in der Eifel und das kürzlich in Betrieb gegangene europäische Radioteleskop LOFAR.

Im Radiobereich zeigen Galaxien „Jets“ aus der Umgebung eines zentralen Schwarzen Loches und gigantische Radio-Blasen, die sich weit in den intergalaktischen Raum erstrecken.

Galaxien sind erheblich größer, als optische und Radiobilder erahnen lassen.

Dr. Rainer Beck studierte in Bochum und promovierte in Bonn. Von 1980 bis 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Radioastronomie und beschäftigte sich vor allem mit kosmischen Magnetfeldern.

Er leitete zahlreiche Projekte am Radioteleskop Effelsberg, am VLA und am Low Frequency Array (LOFAR), war Mitbegründer der Zeitschrift „SONNE – für Amateur-Sonnenbeobachter“ und ist Mitautor des „Handbuches für Sonnenbeobachter“.

Der Vortrag findet Montag, den 19. März 2018, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Edit vom 20.03.2018 : Auch dieser spannende Vortrag war wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Glücklicherweise konnten wir weitere Gäste im Großen Refraktorraum unterbringen, wo sie dem Vortrag per Audio- und Videoübertragung (und mit Heizöfen!) folgen konnten.

Montagsvortrag „Magnetfelder im Universum“ am 26.02.2018, 19:00 Uhr

Am Montag, den 26. Februar 2018 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der Vortrag „Magnetfelder im Weltall“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Unser Weltall wird auf große Entfernungen von der Gravitation zusammengehalten. Auf einer mikroskopischen Skala halten die Kernkraft die Atomkerne und die elektromagnetische Kraft die Atome zusammen.

Den Magnetismus kennen wir aus dem Alltag und bedienen uns seiner meist unbewusst. Dass Magnetfelder jedoch im Universum auf allen genannten Skalen existieren und bedeutsam sind, wird in diesem Vortrag erläutert und veranschaulicht.

Dies beginnt bei der Erde und einigen Planeten, und natürlich bei der Sonne, und setzt sich auf größeren Skalen wie Molekülwolken und schließlich ganzen Galaxien fort. Aber selbst Galaxienhaufen sind von Magnetfeldern durchsetzt.

Als Gott sprach „Es werde Licht!“, entstanden auch unvermeidlich Magnetfelder!

Der Referent Professor Dr. Uli Klein hat Physik an der Universität Bonn studiert. Er promovierte im Fach Astrophysik und war danach am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und am Radioastronomischen Institut der Universität Bonn tätig, wo er 1988 im Fach Astronomie habilitierte. Seit 1991 ist er Professor für Astronomie.

Seine Forschungsgebiete umfassen neben relativistischem Plasma und Magnetfeldern in Galaxien auch das interstellare Medium, Dunkle Materie sowie astronomische Bildverarbeitung.

Der Vortrag findet Montag, den 26. Februar 2018, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Edit vom 27.02.2018

Es war ein spannender Vortrag, der mit Wissen und Humor dargeboten wurde und großen Anklang bei den Zuhörern fand.

Auch unsere neue Lösung hat sich gut bewährt! Der komplette Vortrag wurde mit Bild und Ton ins Refraktorium übertragen, so dass die Gäste, die nicht mehr in den Vortragsraum passten, nicht weggeschickt werden mussten, sondern dem Vortrag dennoch gut folgen konnten.

Polarlicht-Kinoabend am 23.03.2018, 19:00 Uhr

Einmal im Leben Polarlichter zu sehen – das ist der Traum vieler Menschen. Wer es nicht bis in den hohen Norden schafft, musste sich bislang mit Zeitraffer-Filmen begnügen, die aus länger belichteten Einzelfotos montiert werden. Solche Videos zeigen die Polarlichter in unnatürlicher Geschwindigkeit und oft auch in unnatürlichen Farben.

Dank neuer Filmtechniken ist es nun möglich, Polarlichter in Echtzeit so zu filmen, wie das menschliche Auge sie wahrnimmt. In zwei rund 30-minütigen Filmen zeigen wir Ihnen Videoaufnahmen aus Island und Norwegen, wie es sie bislang in Deutschland noch kaum zu sehen gab. In verschiedenen Szenen mit ganz unterschiedlichen Stimmungen bringen wir Ihnen das Polarlicht-Erlebnis in Full-HD-Qualität auf die große Leinwand der Volkssternwarte Bonn – fast so, als stünden Sie selber unter dem nordischen Himmel.

Die Vorführung findet Freitag, den 23. März 2018, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Entschuldigung !

So sehr es uns freut, wie das Interesse an unseren Montagsvorträgen immer mehr zunimmt und wir Ihnen deshalb auch immer hochkarätige Experten präsentieren konnen, so sehr bedauern wir es auch, wenn wir Interessenten, die gerne an einen Vortrag teilgenommen hätten, wegen Überfüllung unserer Räumlichkeiten wieder nach Hause schicken müssen! So konnten wir auch gestern leider zahlreichen Interessenten – bedingt u.a. auch durch die Brandschutzverordnung – keinen Einlass gewähren.

Wir arbeiten an einer Lösung und hoffen, Ihnen bald neue Möglichkeiten präsentieren zu können. Sei es durch die Verfügbarkeit eines größeren Vortragsraums oder durch eine Videoübertragung in den Kuppelraum, so dass Sie den Vortrag dort zumindest indirekt verfolgen können.

Peter Oden, 1. Vorstand

Montagsvortrag am 29.01.2018 : „Der Quantenkosmos – Von der zeitlosen Welt zum expandierenden Universum“

Am Montag, den 29. Januar 2018 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der Vortrag „Der Quantenkosmos – von der zeitlosen Welt zum expandierenden Universum“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Hat das Universum einen Anfang und ein Ende? Gibt es eine oder mehrere Welten? Verbindet man die Quantentheorie mit Einsteins Relativitätstheorie, so ergibt sich ein faszinierendes Bild unseres Universums, in dem die Zeit verschwunden ist und nur noch als Illusion weiterlebt – ein Bild, das auch die Stellung des Menschen in dieser Welt berührt.

Dieser Streifzug durch die Welt des Quantenkosmos führt von Relativitätstheorie und Quantentheorie, Zeitpfeil und Kosmologie hin zu Quantengravitation und Quantenkosmologie. Dabei begegnen uns so aufregende Dinge wie Schwarze Löcher, Schrödingers Katze, Dunkle Energie und die Wellenfunktion des Universums. Die Reise führt von gesichertem und etabliertem Wissen hin zu den Grenzen der gegenwärtigen Forschung.

Der Referent, Professor Dr. Claus Kiefer, studierte Physik und Astronomie in Heidelberg und Wien und ist seit 2001 Professor für Theoretische Physik in Köln.

Er ist Autor diverser populärwissenschaftlicher Bücher und übersetzte auch Bücher von Stephen Hawking und John Wheeler.

Der Vortrag findet Montag, den 29. Januar 2018, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Edit am 30.01.2018:

Vor einem vollbesetzten Seminarraum und hochinteressiertem Publikum hielt Dr. Kiefer einen spannenden Vortrag, der von den Anfängen der newtonschen Mechanik bis hin zu den Seltsamkeiten der modernen Quantentheorien reichte.

Die neuen Montagsvorträge für 2018

Auch im kommenden Jahr kann Ihnen die Volkssternwarte Bonn e.V. wieder ein umfangreiches, hochinteressantes und abwechslungsreiches Programm an Montagsvorträgen anbieten. Freuen Sie sich bereits heute auf Themen wie den Quantenkosmos, Beseitigung von Weltraumschrott, diverse Themen zu Galaxien im Weltall oder auch 60 Jahre Sputnik.

Ein besonderes Highlight wird es im Mai geben: dann findet zum ersten Mal die Verbindung eines Vortrages mit einem Konzert in der Sternwarte statt!

Seien Sie gespannt! Sie können sich das aktuelle Programm bereits jetzt hier

Montagsvorträge 2018

als PDF herunterladen.

Als gedruckte Broschüre finden Sie das Programm noch vor Weihnachten in der Volkssternwarte (falls die Sternwarte geschlossen ist, finden Sie die Broschüre auch im Kasten am Fuß der Treppe).

Wir freuen uns bereits heute auf Sie!

Erste öffentliche Beobachtung im Kleinen Refraktorraum

Nachdem der „Kleine Refraktorraum“ – die neue Beobachtungsplattform der Volkssternwarte – bereits am
9. September feierlich eingeweiht wurde, fand letzten Mittwoch (22.11.17) die erste öffentliche Beobachtung in unserer neuen Sternwarte statt. Die Gelegenheit ergab sich gänzlich ungeplant. Während eine Gruppe der Rotarier Bonn-Siegburg im Refraktorium einen Vortrag besuchte, waren einige Vereinsmitglieder in der Rolldachhütte mit der exakten Polausrichtung der Teleskope befasst. Und gerade als die Veranstaltung zu Ende ging, hatten wir dort den Uranus ins Visier genommen, so dass unsere Gäste zum Abschluss noch einen Blick durch den Refraktor auf den Planeten werfen konnten.

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen Teleskops, steht nun weiteren öffentlichen Beobachtungen im Rahmen unserer montäglichen Öffnungszeiten (Treffpunkt Refraktorium) – klarer Himmel vorausgesetzt – nichts mehr im Wege.

Das Teleskop wird am Polarstern ausgerichtet (Foto: Daniel Fischer)

Besucher beobachten den Uranus (Foto: D. Fischer)

Der „Kleine Refraktorraum“ mit geöffnetem Rolldach vor dem Hintergrund des Argelanderturms
(Foto: D.Discher)

 

Vortrag „ART – Die Kunst, Gravitation zu erklären“

Am Montag, den 27. November 2017 findet in der Volkssternwarte Bonn e.V.  um 19:00 Uhr s.t. der Vortrag „ART – Die Kunst, Gravitation zu erklären“ im Rahmen der beliebten Vortragsreihe ‚Montags in der Sternwarte‘ statt.

Im Zuge des Nachweises von Gravitationswellen und der Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Physik für diese Entdeckung tauchen auch viele Fragen dazu auf. Bereits vor 100 Jahren hatte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie (ART) aufgestellt, die seitdem eine Vielzahl experimenteller Tests erfolgreich über sich ergehen lassen musste. Sie gilt nach wie vor als die beste Theorie über Gravitation, die wir kennen.

Der Vortrag stellt die grundlegenden Ideen vor, erläutert diverse Nachweisexperimente und erklärt, wie schwarze Löcher in dieses Konzept passen. Eigene Computersimulationen des Dozenten ermöglichen einen anschaulichen und didaktisch aufbereiteten Zugang zu den physikalischen Zusammenhängen.

 

Der Referent, Mathias Borchardt, ist seit 28 Jahren Lehrer für Physik und Mathematik. Nach einer langen Zeit an der Otto-Kühne-Schule in Bad Godesberg war er sechs Jahre im Auslandsschuldienst und unterrichtet seit 2006 am Tannenbusch-Gymnasium Bonn.

Mathias Borchardt integriert seit vielen Jahren Astronomie und Raumfahrt als kontextbildende Bausteine in den Unterricht und erhielt 2016 für dieses Engagement den Lehrerpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

 

 

Der Vortrag findet Montag, den 27. November 2017, 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Bonn e.V. statt. Der Eintritt beträgt 2,- Euro und ist für Mitglieder der Volkssternwarte frei.

Edit am 29.11.2017: Der Vortrag fand vor vollem Haus statt und die zahlreichen Fragen der Gäste im Rahmen der abschließenden Diskussion zeigt ebenfalls das große Interesse an diesem Thema.

Wir freuen uns darüber, dass diese Veranstaltungsreihe mittlerweile so gut angenommen wird, sind aber andererseits auch traurig, dass wir diesmal wieder zurück schicken mussten, weil es einfach keinen freien Platz mehr gab.

Mittlerweile hat uns Herr Borchardt dankenswerterweise seinen Vortrag auch als Download zur Verfügung gestellt.