Schwan mit Herz…

Von unserem Vereinsmitglied Gerhard Henning wurden uns neue Aufnahmen zur Veröffentlichung bereitgestellt, die wieder einmal in Tiefe, Schärfe und Detailreichtum bemerkenswert sind. Zuerst ein

Ausschnitt aus dem Gebiet des Schwans:

GH-Schwan-5

Mamaya-Objektiv mit ATIK383L+. Zusätzlich zu einer RGB-Aufnahme wurde eine H-Alpha-Aufnahme gemacht, um sie als Luminanzkanal zu nutzen. (Anmerkung der Redaktion: Zur besseren Orientierung hier noch eine mittels astrometry.net indizierte Version der Aufnahme)

NGC7822, ein Wasserstoff-Emissionsnebel:

GH-NGC7822-Ha-spiked

Mamaya-Objektiv 190mm mit ATIK383L+, Belichtungszeit 25 x 20 Minuten

IC 1805, der Herznebel:

GH-IC1805-Bicolor

H-Alpha 15 x 20min, OIII 23 x 20min (bin2x2), ATIK 383L+

Wunderschöne Aufnahmen, die man besonders gerne bei diesem aktuell so grauen Himmel betrachtet.

 

Veranstaltungshinweise:

Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie und dem Astronomischen Institut der Universität Bonn hat die Volkssternwarte Bonn die Vortragsreihe

Forum Astronomie

neu aufgelegt. Wir freuen uns, Ihnen in diesem Jahr bereits fünf verschiedene Vorträge anbieten zu können!

Den Auftakt macht am 12. September der Vortrag von Dr. Junkes

Centaurus A – die größte Radiogalaxie am Himmel.

Alle Vorträge finden üblicherweise von 19:30 bis 21:00 Uhr im Hörsaal des Argelanderinstituts statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine kleine Spende für die Volkssternwarte ist allerdings immer gerne gesehen. Die weiteren Themen dieser Vortragsreihe finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie!

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Kometenflug

Unser Vereinsmitglied Stefan Krause, der im Bonner Reisebüro Eclipse-Reisen arbeitet, machte uns das erfreuliche Angebot, dass alle Mitglieder der Volkssternwarte Bonn, für den kommenden Kometenflug im Rahmen der Kometenzeit ISON 10% Rabatt auf den gewählten Tarif im Rahmen einer Buchung bis zum 30. September 2013 erhalten!

kometen

Vor der Renovierung…..

Im Zuge der anstehenden größeren Renovierungsarbeiten in der Volkssternwarte war erst einmal Aufräumen und Entsorgen nicht mehr benötigter Teile angesagt. Wir danken hiermit ausdrücklich allen Mitgliedern, die durch tätige Hilfe dabei unterstützt haben.

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SchrankAhoi

Zwischendurch gab es aber auch wunderschöne (tw. irisierende) Wolken zu bewundern:

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IC 5070 – der Pelikan-Nebel

Von unserem Vereinsmitglied Gerhard Henning gibt es wieder eine wunderbare neue Aufnahme.

Er schreibt dazu „IC5070, auch Pelikannebel genannt, befindet sich im Sternbild Schwan, direkt neben dem Nordamerikanebel. Im „Hinterkopf“ der Pelikans befindet sich ein Rüssel , eine Sternentstehungsregion. Das Bild zeigt den Nebel, vorläufig im H-alpha-Licht.

Viel Freude beim Anschauen!IC5070-bw-spiked

Nachtrag 16.08.2013 : Mittlerweile hat Gerhard Henning auch den zweiten Farbkanal hinzu gefügt. („Zu den 11×30 Min Ha-Kanal kamen noch 9×30 Minuten OIII-Kanal hinzu , Gesamtbelichtungszeit also genau 10 Stunden. Also ein typisches Bicolor nach der Tonemapping-Methode mit Pixinsight und Photoshop gerechnet. 4 Zoll Apo auf Losmandy G11.„)

GH-IC5070-Bicolor-spiked

Planetenduo am Morgenhimmel

Für heute Morgen war eine wunderschöne Konstellation angekündigt (siehe auch die Himmelsvorschau von Wilfried Bongartz): Ein Terzett aus Jupiter, Mars und Merkur – dirigiert vom fast verschwundenen Mond. Leider (natürlich?) lag eine dicke Wolkenbank genau im Nordosten, die dauerhaft Merkur verdeckte.

P1030150Dennoch waren Mond, Jupiter und Mars vor dem heller werdenden Himmel wunderschön zu beobachten, so dass sich das frühe Aufstehen wirklich gelohnt hat.

Auch das aschgraue Mondlicht war bereits mit bloßem Auge gut zu erkennen.

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Das war einmal Astronomie am frühen Morgen ganz ohne Teleskop – und dennoch schön und stimmungsvoll!

 

Astronomieabend in Endenich

Schon seit längerem war für Freitag, 19.07.2013, im http://www.astro.uni-bonn.de/ ein astronomiehistorischer Vortrag von Michael Geffert geplant. Auf Initiative von Daniel Fischer (Volkssternwarte Bonn) und Nico Schmidt (Köln-Bonner Astrotreff) wurde kurzfristig im Anschluss an den Vortrag ein Beobachtungsevent im Rahmen der weltweiten Aktion „Winkt dem Saturn“ angesetzt.

Michael Gefferts Vortrag beschäftigte sich mit der Geschichte des Bonner Doppelrefraktors, mit welchem seit 1899 zunächst auf dem Gelände der Bonner Sternwarte, später dann auf dem Hohen List in der Eifel zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt wurden. Das bedeutendste davon waren sicherlich die von Karl Friedrich Küstner zwischen 1899 und 1925 auf Glasplatten aufgenommenen Himmelsfotografien. Wie Geffert berichtete, war Küster in seinen Arbeiten extrem pedantisch und selbstkritisch, doch das wurde mit Aufnahmen gelohnt, die in ihrer Qualität zur damaligen Zeit ihresgleichen suchten. Selbst mit dem viel größeren 1m-Refraktor in Yerkes wurde nicht eine solche Aufnahmetiefe erreicht. Zu den Highlights aus späterer Zeit zählte z.B. die Kernteilung des Kometen West (C/1975 V1), welche am Hohen List zuerst entdeckt wurde.

Michael Geffert beim Vortrag

Michael Geffert beim Vortrag

Nach Michael Geffert ergriff dann der Bonner Astronomie-Journalist Daniel Fischer das Wort. Er stellte die Saturnsonde Cassini und ihre Mission an Hand ausgewählter Fotos vor, bevor er auf den Hintergrund der Aktion „Winkt dem Saturn“ einging.

Daniel Fischer beim Vortrag

Daniel Fischer beim Vortrag

Da es nun noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang war, konnte man in aller Ruhe die Teleskope aufbauen. Der Mond, einer der Hauptakteure des heutigen Abends stand tief im Süden, aber doch fast schon in seiner für heute maximalen Elevation von 18 Grad. Angesichts des noch langen Abends fuhr der Autor dieser Zeilen zunächst nach Hause zum Abendessen auf der heimischen Terrasse, wo ein wunderbares Abendrot zu bestaunen war.

Als ich um 22:15 Uhr wieder am Argelander Institut in Endenich ankam, waren dort knapp 20 Leute versammelt; später kamen noch einige hinzu, sodass insgesamt etwa 35 Besucher gezählt wurden, darunter viele aus der Bonner Astronomieszene, die zahlreiche Geräte vom Fernglas bis zum großen Dobson aufbauten. Zunächst galt die Aufmerksamkeit dem Mond und der tief am NW-Horizont stehenden Venus, später dann natürlich dem Saturn. Daneben wurden auch Deep Sky-Objekte wie der bekannte Doppelstern Albireo oder der Kugelsternhaufen M13 eingestellt. Die Mitglieder der VSB, des KBA und der Sternfreunde Siebengebirge standen für alle Fragen rund um die Geräte und die Beobachtungsobjekte zur Verfügung. Nebenbei wurde – allerdings vergeblich – nach Leuchtenden Nachtwolken Ausschau gehalten. So entwickelte sich eine ausgesprochen nette Starparty, bei der der eigentliche Anlass – das Bewinken des Saturns – etwas in den Hintergrund trat. Als es dann um 22:27 Uhr soweit war, wurde natürlich doch gewunken, so richtig ernst nahm das aber wohl niemand. Aber letztlich kam erst dadurch und natürlich durch die guten Wetterverhältnisse eine Starparty zu Stande, wie es sie in Bonn länger nicht gegeben hat, aber eigentlich viel öfter geben sollte.

Venus in der Abenddämmerung

Venus in der Abenddämmerung

Fernblick auf unsere Starparty

Fernblick auf unsere Starparty

Zeigen zum Saturn

Zeigen zum Saturn

Ein herzlicher Dank geht an Daniel Fischer und Nico Schmidt für die organisation und ganz besonders an Michael Geffert vom Argelander Institut, der die Aktion spontan unterstützt und die Durchführung ermöglicht hat.

Informativer Abend bei „Pauls Portablem Planetarium“

Gut besucht war am gestrigen Abend „Pauls Portables Planetarium“ im Deutschen Museum Bonn mit dem Moderator Paul Hombach, der auch Mitglied der VsB ist. Dank nur weniger Wolken konnten viele Besucher einen Blick durch vier Teleskope der Volksternwarte Bonn und des Köln Bonner Astrotreffs auf die Sonne werfen. Beobachtet wurde unser Zentralgestirn mit Hilfe von „Weißlicht-Sonnenfiltern“ und im roten Licht der H-alpha-Linie sowie via Projektion.

Fotos: Stefan Krause

Fotos: Stefan Krause

Beim anschließenden Vortrag war die Sonne das Schwerpunktthema. Des Weiteren berichtete Paul Hombach wie gewohnt über Neues aus der Weltraumfahrt und Astronomie. Wie sich der Sternenhimmel an den Urlaubszielen einiger Besucher präsentieren wird, war ebenso Teil der Veranstaltung, die zum Abschluss mit vielen aktuellen astronomischen Bildern und Animationen von Amateuren und Profis beeindruckte.

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Vielen Dank auch an die Mitglieder des Köln Bonner Astrotreffs und der Volkssternwarte Bonn für die tatkräftige Mithilfe bei der Sonnenbeobachtung.

Weitere Infos zur Veranstaltung unter: Bonner Sterne

Bonner Sommerhimmel

Nach einer langen Pechsträhne mit dem Wetter, konnten wir unseren Besuchern des Bonner Sommerhimmels nicht nur einen Vortrag, sondern endlich auch eine Beobachtung an dem Lehrteleskop des Argelander Institutes für Astronomie der Univ. Bonn anbieten. Auch wenn der Himmel nicht ganz frei von Dunst und Cirrus-Wolken war, so konnte trotz der fortgeschrittenen Abendstunden noch eine Beobachtung bei Tageslicht durchgeführt werden. Vor der Einführung und dem Vortrag konnten wir vor dem Institutsgebäude interessierten Besuchern bereits Protuberanzen im H-alpha-Licht der Sonne zeigen.

IMG_3943-Beobachtung-SommerhimmelBei der Beobachtung am Lehrteleskop war der rd. 4,5 Tage alte Mond durch den Dunst kaum zu erkennen. Am markantesten war noch der beleuchtete Rand. Die Venus war zwar „linsenförmig“, jedoch war dies nicht einfach zu erkennen, da noch 87% des Planetenscheibchens beleuchtet war. Dafür hob sich die Venus im Kontrast deutlich vom Tageshimmel ab. Als drittes Objekt konnten wir unseren Besuchern Saturn zeigen. Viele bis fast alle mussten mehrfach durch das Teleskop beobachten, bevor sich das Auge auf unendlich einstellte und mit leichtem gelblichem Schimmer der Planet mit seinen Ringen zu sehen war. Eine schöne Beobachtung, bei der wir von unseren Besuchern bereits einiges Geschick im „astronomischen“ Sehen abverlangen mussten.

Sonnenbeobachtung am Refraktorium

Was liegt an den langen Sommerabenden näher als die Beobachtung des nächstliegenden Sternes, unserer Sonne. Schon mit einfachen Hilfsmitteln lassen sich im Weißlicht Sonnenflecken beobachten. Das Wichtigste bei der Sonnenbeobachtung ist der Schutz der Augen vor Verbrennungen der Netzhaut. Deswegen nie ohne geeignete Filter die Sonne beobachten. Mit der AstroSolar Sonnenfilterfolie für die visuelle Beobachtung von Baader-Planetarium lassen sich einfache und wirksame Filter zum Schutz der Augen selber herstellen.

 

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Sonnenfilter ist nicht gleich Sonnenfilter. Für die visuelle Beobachtung sind Filter mit einer optischen Dichte von 5 erforderlich, während für die photografische Sonnenbeobachtung meist ein Filter mit der optischen Dichte von 3,5 oder 3,8 verwendet wird. Durch die logarithmische Teilung der Skala für die optische Dichte entspricht die Abstufung in etwa unserer Wahrnehmung. Es bedeutet aber auch, dass für das menschliche Auge ein deutlich höherer Schutz erforderlich ist als für Photoapparate.