Vorbeiflug des Asteroiden 2015 TB145

Morgen steht uns der Vorbeiflug des Asteroiden 2015 TB145 bevor. Die beste Beobachtungszeit dürfte zwischen 18:00 und 19:00 Uhr liegen, obwohl er sein Helligkeitsmaximum bereits am Nachmittag hatte. Vor 18:00 Uhr ist es noch zu hell und nach 19:00 Uhr steht er dann bei uns zu tief.

Ich habe in einem Ausschnitt aus Stellarium von der 18:00 Uhr-Position mal die Stellungen des Asteroiden in 5-Minuten-Intervallen bis 19:00 Uhr eingezeichnet, damit man einen Überblick hat.

Er bewegt sich erkennbar recht schnell, so dass er selbst auf einer nachgeführten 1-Minuten-Aufnahme schon eine deutliche Strichspur erzeugen sollte,

Ich wünsche viel Erfolg bei der Beobachtung oder Fotografie!

2015 TB145

Bedeckung von Aldebaran durch den Mond

Gestern kam es wieder zu einer Bedeckung von Aldebaran durch den Mond. Trotz sehr diesigen Himmels ließ sich diese Bedeckung durch die Helligkeit von Aldebaran sehr schön verfolgen. Schwierig war der Helligkeitsverlauf durch den Fast-Vollmond, wo sich das Licht sehr stark im Dunst brach. Die folgende erste Aufnahme entstand mit dem iPhone durchs Okular und gibt den visuellen Eindruck recht gut wieder:

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Kurz vor dem ‚Untergang‘ bot sich dann folgendes Bild (Kamera entsprechend ausgerichtet). Ich habe die Vergrößerung bewusst sehr hoch gezogen, um die Flächenhelligkeit und damit die Störeffekte zu senken (Aldebaran ändert sich dabei ja nicht):

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Rund eine Stunde später tauchte er dann auf der bereits etwas abgedunkelten Seite des Mondes wieder auf:

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Den Vorgang des Auftauchens kann man auch gut in folgendem Video verfolgen:

Und wer diese schöne Bedeckung verpasst hat: am 23. Dezember und im kommenden Jahr 2016 gibt es am 20. Januar und am 13. Dezember wieder Bedeckungen von Aldebaran.

Planetentrio am Morgenhimmel

Die schöne Konstellation aus Mars, Venus und Jupiter am Morgenhimmel war heute wieder exzellent zu beobachten. Der Vierte im Bund – Merkur – liegt ein ganzes Stück weitab und war zu diesem Zeitpunkt gerade erst im Aufgehen begriffen.

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Kleine Himmelswanderung

Gestern Abend hatte ich angesichts der tollen Milchstraße über mir einfach Lust und habe mal diverse Widefield-Aufnahmen am Himmel gemacht. Alle Aufnahmen sind mit einer Sony A7s auf dem StarAdventurer und einem 120mm-Teleobjektiv bei ISO 1.600 entstanden.

Angefangen habe ich im Schwan. Die beiden hellen Sterne sind Deneb und Sadr. Schön erkennt man (trotz der unmodifizierten Kamera) den Nordamerikanebel (links unten) und den Gamma Cygni Nebel (rechts oben). Belichtung 20 x 20sec:

Schwan

Im Sternbild Lyra oder Leier ist selbst M57 noch schön zu erkennen. Belichtung 12 x 20sec:

Leier

Auch der Große Wagen musste dran glauben. Die Aufnahme zeigt die drei Sterne der Deichsel und auch M51 ist auf dieser widefield-Aufnahme gut zu erkennen. Belichtung 3 x 20sec:

M51

Den Abschluss für diese Fototour bildete dann M31. Die zweite Aufnahme ist ein Ausschnitt aus der ersten Aufnahme, um die Details besser erkennen zu können. Belichtung 18 x 30sec:

M31a

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Die große Konstellation am Morgenhimmel II

Ich konnte nicht widerstehen, heute schon wieder um 6 Uhr aufzustehen und alles vorzubereiten. Himmel und Wetter haben perfekt mitgespielt und allein visuell war es ein Aha-Erlebnis, gleich vier von unseren Planeten auf einmal und so schön aufgereiht zu sehen.

Merkur etwa habe ich noch nie vorher so deutlich mit bloßem Auge sehen können. Der dünne Mond war zwar eine gute Aufsuchhilfe, aber er sprang dennoch regelrecht ins Auge. Sehr schön!!!

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Hier die gesamte Konstellation kurz nach ihrem Aufgang (Panasonic DMC-FZ200, ISO 200, 1 sec, f/2.8, 29mm (etwa 50%-Crop))

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Jetzt nur Mond und Merkur (Panasonic DMC-FZ200, ISO 200, 1/4 sec, f/2.8, 167mm)

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Und hier noch Mond/Merkur als Close-Up (Panasonic DMC-FZ200, ISO 200, 1sec, f/2.8, 600mm)

Die große Konstellation am Morgenhimmel

Anbei mal eine Aufnahme von heute Morgen mit der großen Mond-Planeten-Konstellation.

Leider ist mir der Blick genau von NE bis SE durch das Nachbar-Apartment verwehrt. Ehe Merkur dann dort über dem Dach erscheint, ist es bereits zu hell. Vielleicht gehe ich morgen früh mal nicht nur auf die Terasse, sondern ganz nach draußen und versuche mich erneut.

Aber Mars, Jupiter, Venus und der abnehmende Mond bildeten eine wunderschöne Kette im leichten Dunst am Morgenhimmel (ISO 1.600, 5sec (Kamera nur aufgesetzt), 50mm, f/1.8 ).

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Die Totale Mondfinsternis vom 28.September 2015

Rund 20 Personen hatten sich gegen 2:00 Uhr morgens bereits am Astronomischen Institut in Bonn eingefunden (später wurden es dann noch einige mehr), um ihr Fotoequipment aufzubauen und den Beginn der totalen Mondfinsternis nicht zu verpassen.

Ein klarer Himmel bot einen ungetrübten Ausblick auf dieses wunderschöne Schauspiel. Die beginnende Verfinsterung von links oben und dann der Eintritt des Mondes in den Kernschatten bis zur Totalität konnten ungestört verfolgt werden.

Alle gezeigten Aufnahmen entstanden mit einer Panasonic DMC-FZ200 bei bis zu 600mm Brennweite, ISO 1.600 und unterschiedlichen Belichtungszeiten.

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4:01 Uhr – Noch 10 min bis zur Totalität

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ie Totalität beginnt.

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uch der helle Rand wird immer dunkler.

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er „Blutmond“ über dem Messdorfer Feld

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er „Blutmond“ im Sternenmeer.

 

Erfolgreicher Tag der Offenen Tür in der Volkssternwarte Bonn

Es hätte kaum besser sein können: einige Wolken am Nachmittag, aber ansonsten strahlender Sonnenschein und ein vielfältiges Programm, das von den zahlreichen Besuchern gerne angenommen wurde.

Wir hatten diesmal – bedingt durch die ‚Konkorrenz‘ des gleichzeitigen Bonner Stadtfestes – ’nur‘ rund 200 Besucher, die aber höchst interessiert an der Sonnenbeobachtung mit unseren Spezialteleskopen waren (danke auch an tatkräftige Mitstreiter vom Köln-Bonner-Astrotreff, die uns mit ihren Teleskopen und ihrer Gesprächsbereitschaft für die vielen Interessierten sehr geholfen haben). Schön war auch die Mithilfe der Bonner Segelgemeinschaft, die regelmäßig bei uns ihre Kurse für Astronavigation veranstalten, und die vielen Besuchern die Möglichkeiten der Navigation auf See nur mit Sonne und Sternenhimmel erläuterten.

Eingeweiht wurde heute auch der große Refraktorsaal nach seiner Komplettrenovierung. Hier kamen die große neue Leinwand (5m!) mit passend lichtstarkem Beamer und regelmäßigen Präsentationen des Himmels mit dem Programm Stellarium sehr gut an und ließen schon Planetariumsatmosphäre aufkommen.

Ein interessantes und gut besuchte Vortragsprogramm am Nachmittag, ein Special für Kinder und natürlich wieder die beliebte Wasserrakete, die heute neue Höhenrekorde aufgestellt hat, rundeten die Veranstaltung ab. (Ein kleines Video von einem Probestart der Wasserrakete am Morgen findet sich hier).

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Nachtrag : Der Verfasser wurde nach seinem Vortrag ‚Astrohighlights in 2016‘ mehrfach nach der gezeigten Folie zu den laufenden Satellitenmissionen gefragt. Diese stammt von Olaf Frohn und findet sich immer aktuell hier.